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03Mai

„Ein Parteitag ist wie ein Bienenstock“

Bald ist es wieder soweit – die LDK rückt näher, das große GRÜNE Familientreffen in NRW. Es wird debattiert, entschieden, miteinander (fair und sachlich) gestritten und natürlich auch viel gelacht. Dank des Mitgliederrekords werden auch viele Neue ihre erste LDK erleben. Deshalb haben wir unsere Politische Geschäftsführerin Sabine Brauer einmal ein paar Fragen gestellt.

Am 28. und 29. Mai findet die GRÜNE Landesdelegiertenkonferenz (LDK) in Emsdetten statt. Viele Neumitglieder sind zum ersten Mal dabei und stellen sich bestimmt die Frage: Wie läuft so ein Parteitag eigentlich ab?

Die LDK findet als zentrales Ereignis in der Regel ein Mal im Jahr statt, zu dem etwa 270 Delegierte aus den Kreisverbänden entsandt werden. Auf dem Parteitag werden Grundsatzdiskussionen zu aktuellen Themen geführt und gewählt – diesmal unter anderem Delegierte für den Länderrat, das ist ein kleiner Parteitag auf Bundesebene. Außerdem wird der Haushalt des Landesverbandes verabschiedet. In Emsdetten stehen auch viele Satzungsfragen auf dem Programm, unter anderem sollen die Delegierten entscheiden, ob es eine Strukturreform geben und der Landesvorstand erweitert werden soll.

Einen Grünen Parteitag kann man sich wie einen Bienenstock vorstellen – neben den Delegierten sind immer viele Gäste und Pressevertreter vor Ort. Es wird nicht nur im Saal diskutiert, es finden auch viele Gespräche am Rande, kurz vor und nach der LDK statt. Schon am Freitag tritt das Präsidium zusammen, um den Ablauf vorzubereiten. Am Samstagmorgen treffen sich um zehn Uhr alle Neumitglieder. Dann wird den ganzen Samstag lang getagt und gewählt, so dass dann gegen 20 Uhr die Party beginnen kann – aber zu langes Feiern ist nicht empfehlenswert, denn am Sonntag geht es schon früh wieder los.

Auf den Parteitagen gibt es immer viele Anträge. Von wem kommen die eigentlich?

In der Regel legt der Landesvorstand zu den herausgehobenen Tagesordnungspunkten „Leitanträge“ vor – diesmal zu den Themen Atomkraft, Rot-Grün in NRW, Inklusion, Gesundheit, unkonventionelles Erdgas und Satzungsänderung. Natürlich gibt es auch jede Menge anderer Antragsberechtigter, zum Beispiel die Orts- und Kreisverbände, Landesarbeitsgemeinschaften, die Grüne Jugend, etc. Es können sich aber auch 15 Mitglieder zusammen tun, um einen Antrag zu stellen.

Welcher Antrag steht in Emsdetten im Vordergrund?

Im Vordergrund stehen natürlich die Anträge zu aktuellen Debattenthemen wie Atom, rot-grüne Landesregierung sowie Inklusion und Gesundheit – deswegen hat der Landesvorstand dazu auch eigene Tagesordnungspunkte vorgesehen. Grundsätzlich ist aber jeder Antrag wichtig, weil er die Positionierung der Grünen Partei voranbringt.

Verfasst am 03.05.2011 um 13:47 Uhr von mit den Stichworten , , .
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Kommentare

  1. mona5. Mai 2011

    Ich hoffe sehr, daß mindestens im Rahmen des Themas Gesundheit, gesunde Ernährung der Tierschutz Gehör findet. Wenn nicht, wäre das sehr enttäuschend. Ich habe grün gewählt, damit der Tierschutz endlich ernst genommen wird.

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    • Grüne NRW5. Mai 2011

      Hallo Mona,
      danke für deinen Kommentar. Unsere Initiative zum Tierschutz mit dem neu aufgelegten „Runden Tisch zum Tierschutz“ sind Dir bekannt? Hier einige Informationen.

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  2. mona5. Mai 2011

    danke für den Hinweis.

    Antworten
  3. Anita Kirchner23. Mai 2011

    Ich möchte ein paar Bemerkungen zum Antrag des OV Bergheim V-12 machen:
    1. in Zeile 30 sollte nicht das Wort „Züchter“ ersetzt werden durch „Katzenhalter“. Die Änderung besagt, dass wenn sich ein Katzenhalter und nicht nur wie hier Züchter, sich weigert zu kastrieren auch er nachweisen muss, was er mit den Nachkommen macht.
    2. in Zeile 56 statt „frei lebenden Katzen“ „Freigängerkatzen, also die sich…..“
    3. in Zeile 58 statt „freilaufender“ „freilebender“

    Begründung: Schon der Antrag der Bundespartei ist von dem Berichterstatter der CDU missverstanden worden. Die meisten verstehen unter „freilaufenden Katzen“ die, die draussen wild leben. Deshalb meinte Herr Stier von der CDU: „Der Staat kann sich nicht um alle verwilderten Katzen kümmern“.
    Würde in den Anträgen unmissverständlicherweise immer von „Freigängerkatzen“ gesprochen, käme es nicht zu den unterschiedlichsten Auslegungen. Tierschützer fordern, die Katzenbesitzer in die Pflicht und die Verantwortung zunehmen und eine Handhabe zu schaffen diese auch einzufordern.
    Danke für das offene Ohr
    Dem Parteitag wünsche ich ein gutes Gelingen

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