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28Mai

NRW will den kompromisslosen Atomausstieg!

Deutschland und NRW stehen an einem Wendepunkt in der Energieversorgung. Für uns GRÜNE zählt dabei vor allem: der schnelle und unumkehrbare Ausstieg aus der Atomkraft, der konsequente Ausbau der erneuerbaren Energien, Energieeinsparung und Energieeffizienz sowie der Einsatz modernster Technik, z. B. für Gaskraftwerke oder Kraft-Wärme-Kopplung. Wir wollen keine Hintertürchen wie die Revisionsklausel mehr. Sonst läge es wieder in der Hand von RWE, EON und Co., den Atomausstieg z. B. durch schleppende Investitionen in neue Netze oder Windsparks zu unterlaufen. Solche Tricks wollen wir den schwarz-gelben Freunden der Atomlobby erst gar nicht ermöglichen.

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Die sieben Altmeiler und das AKW Krümmel endgültig vom Netzt bleiben. Für die übrigen Atomreaktoren fordern wir konkrete Abschaltdaten im Atomgesetz. Es darf keine Übertragung der Reststrommengen geben. Die Endlagerfrage muss ergebnisoffen geprüft werden und eine neue Ausstiegsregelung soll auch einen Ausstieg aus der Urananreicherung im westfälischen Gronau umfassen.

Bei der Energiewende dürfen Klimaschutz und Atomausstieg nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wer glaubt, Atomkraft einfach durch Kohle ersetzen zu können, ist auf dem Holzweg. Ein großes Problem ist, dass die Bundesregierung kein Energiekonzept hat. Dabei bräuchten wir gerade jetzt strategische Entscheidungen für eine dezentrale Energieversorgung und Planungssicherheit für den schnelleren Ausbau der regenerativen Energien. Außerdem müssen wir in neue Stromnetze und Speichertechnologien, in Energieeinsparung und Energieeffizienz und natürlich auch in die erneuerbaren Energien selbst investieren. In Nordrhein-Westfalen machen wir uns auf den Weg und zeigen, wie es gehen kann. NRW hat die besten Voraussetzungen, um das ökologische Wirtschaftsboomland Nummer Eins zu werden.

Wir setzen vor allem auf einen Ausbau der Windkraft, auf Kraft-Wärme-Kopplung sowie einen Ausbau der energetischen Gebäudesanierung. Deshalb hat Rot-GRÜN unter anderem aus dem Windkraft-Verhinderungs-Erlass der Rüttgers-Regierung einen Windkraft-Ermöglichungserlass gemacht. Ökologie ist auch Jobmotor: NRW ist schon heute mit 250.000 Arbeitsplätzen und 45 Mrd. Euro Jahresumsatz das erfolgreichste Bundesland im Bereich der Umwelttechnologien. Laut Prognosen könnten die Umsätze in den nächsten zehn Jahren verdoppelt werden. Mehr als 24.000 Jobs gibt es im Bereich der regenerativen Energien, und der Umstieg auf die Erneuerbaren bietet weiterhin großes Wachstumspotential.

Verfasst am 28.05.2011 um 13:15 Uhr von mit den Stichworten , .
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Kommentare

  1. Claßen, Kurt28. Mai 2011

    Sehr geehrter Herr Lehmann!

    Bitte, sprechen Sie doch Klartext: Werden die Grünen in NRW (Partei, Landtags-, Koalitions- und Regierungsmitglieder) ihre Vetomacht und ggf. die Drohung mit dem Ausstieg aus der Koalition auch nutzen, um den „Super-GAU“ Braunkohlentagebau Buir (näheres: http://www.classen1.de)und den dazu erforderlichen, unmittelbar bevorstehenden Beschluss über die Zerstörung des Ortes Manheim im nachfolgend wiedergegebenen Sinne zu verhindern oder wird hier in noch größerem Ausmaß Augenwischerei betrieben als von RWE?

    Hier Ihr in Bezug genommenes Zitat:
    „Bei der Energiewende dürfen Klimaschutz und Atomausstieg nicht gegeneinander ausgespielt werden. Wer glaubt, Atomkraft einfach durch Kohle ersetzen zu können, ist auf dem Holzweg.“

    Kerpen-Buir, den 28. Mai 2011

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